Holzverladung am KV-Terminal Falkenhagen wieder aufgenommen
Prignitzer Standort stärkt nachhaltige Ganzzuglogistik
Falkenhagen, den XX. Juni 2026. Die Schieneninfrastruktur Prignitz GmbH (SIP) und die TUL agroservice GmbH (TUL), zwei Unternehmen aus der Infrastruktursparte der DESAG- Unternehmensgruppe, haben die Holzverladung am KV-Terminal Falkenhagen wieder aufgenommen und setzen damit gemeinsam ein klares Zeichen für nachhaltige Transportlösungen auf der Schiene sowie die Weiterentwicklung des Standortes als leistungsfähigen multimodalen Umschlagplatz.
Bereits Mitte Mai wurde nach rund zehn Jahren Pause erstmals wieder Holz per Bahn in Falkenhagen verladen. Mit der jüngsten Verladung Ende Juni konnte nun bereits das zweite Holzprojekt innerhalb weniger Wochen erfolgreich umgesetzt werden. Innerhalb von nur 11 Stunden konnten dabei rund 1.426 Tonnen Holz umgeschlagen werden.
Die Verladung erfolgte direkt vom LKW auf einen 600 Meter langen Ganzzug, der ohne zusätzliche Rangierbewegungen vollständig beladen werden konnte. Insgesamt wurden 23 Waggons mit jeweils rund 62 Tonnen Holz beladen.
Das Holz wird von Falkenhagen bis Lauterbach gefahren. Ein einziger Holzzug ersetzt dabei rund 65 LKW-Fahrten, über eine Strecke von etwa 1.046 Kilometern - zuzüglich der jeweiligen Rückfahrten. Dadurch werden erhebliche CO₂-Emissionen eingespart und gleichzeitig Straßen sowie Verkehrsinfrastruktur deutlich entlastet.
Das verladene Holz stammt aus den Ruhner Bergen und wird per LKW aus den Waldgebieten zur Ladestraße des KV-Terminals transportiert. Den anschließenden Bahntransport wird durch ein Eisenbahngüterverkehrsunternehmen übernommen.
Die operative Verladung wurde durch die TUL mittel Mobilbagger durchgeführt. Die SIP stellte als Betreiber die notwendige Infrastruktur am KV-Terminal Falkenhagen bereit.
„Die erfolgreiche Wiederaufnahme der Holzverladung unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Standortes und zeigt, welche zentrale Rolle die Schiene für klimafreundliche Transportketten spielt. Jeder Ganzzug trägt dazu bei, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Straßeninfrastruktur nachhaltig zu entlasten“, sagt Christian Satow, Geschäftsführer der TUL.
„Die Reaktivierung der Holzverladung zeigt, wie leistungsfähig unser Terminalstandort in Falkenhagen ist. Als Betreiber der Anschlussbahn schaffen wir die betrieblichen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür, dass solche Verkehre effizient und zuverlässig umgesetzt werden können“, informiert Marvin Guthtke, Geschäftsführer der SIP.
Für die kommenden Monate sind bereits weitere Holzzüge geplant. Darüber hinaus laufen Gespräche mit Holz- und Logistikpartnern über weitere Verkehre. Das KV-Terminal Falkenhagen entwickelt sich damit zunehmend zu einem flexiblen Umschlagstandort für unterschiedliche Güterarten. Neben Holz können dort auch Schüttgüter, Container, Fahrzeuge und Palettenware umgeschlagen werden. Die vorhandene Infrastruktur umfasst unter anderem eine Schüttgutgosse, Containerumschlagtechnik sowie Lager- und Umschlagflächen und ermöglicht so vielseitige Anwendungen.